Malaria in Corona-Zeiten: Eine doppelte Herausforderung

Im Februar 2021 reihte sich El Salvador in die beeindruckende Liste der Länder ein, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als malariafrei zertifiziert wurden - ein Beispiel für die grossen Fortschritte im globalen Kampf gegen Malaria. Dennoch bleibt die von Moskitos übertragenen Krankheit eine der weltweit häufigsten Todesursachen. Jedes Jahr werden mehr als 400 000 malariabedingte Todesfälle gemeldet, zwei Drittel davon sind Kinder unter fünf Jahren. 

Im vergangenen Jahr tauchte eine neue Herausforderung auf, die den Kampf gegen Malaria noch schwieriger macht. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sind vor allem in Entwicklungsländern zu spüren, wo die ohnehin fragilen Gesundheitssysteme an ihre Grenzen stoßen. Darüber hinaus erschweren Lockdowns, eingeschränkte logistische Möglichkeiten und Kontaktbeschränkungen die Umsetzung von Präventions- und Behandlungsmaßnahmen wie Indoor Residual Spraying-Kampagnen oder die Medikamentenversorgung. 

Die Herausforderung annehmen

Als Mitglied der Swiss Malaria Group (SMG) spielt Syngenta eine aktive Rolle bei der Entschärfung der zusätzlichen Belastung, die durch die Pandemie für die Prävention, Diagnose und Kontrolle von Malaria entstanden ist. Ein Schwerpunktgebiet ist die Subsahara-Region, wo ACTELLIC® 300CS von Syngenta nach seiner Präqualifikation durch die WHO als Residualspray für Innenräume zur Kontrolle von Malaria-Vektoren in über 30 Ländern eingesetzt wird. Im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten muss ACTELLIC®300CS nur einmal alle neun Monate auf die Innenwände von Häusern gesprüht werden. Dank dieser Behandlung konnten bereits deutliche Erfolge erzielt werden. In Simbabwe sind die Malaria-Übertragungen um etwa 64 Prozent und im Norden Ghanas um etwa 60 Prozent zurückgegangen. In den zentralen und westlichen Landesteilen Senegals ist die Wahrscheinlichkeit, an Malaria zu erkranken, 14-mal geringer als zuvor.

Als Covid-19 ausbrach, bot das Vector Control Team von Syngenta den nationalen Malariaprogrammen in der Region zusätzliche Unterstützung an, damit sie ihre Präventionsprogramme weiter durchführen konnten und können. Das Team spendete chirurgische Masken und Handdesinfektionsmittel für die Programme im Senegal und in Äthiopien sowie Masken für Simbabwe, und hielt den Wissensaustausch über Telefon- und Videokonferenzen aufrecht.

Diese Beiträge sind nur ein Teil unseres Engagements im weltweiten Kampf gegen Malaria. Als Mitglied der Initiative ZERO by 40 arbeitet Syngenta gemeinsam mit anderen führenden Agrarunternehmen an der Entwicklung innovativer Methoden zur Vektorkontrolle, die helfen können, Malaria bis zum Jahr 2040 vollständig auszurotten. Und unser Engagement geht über Malaria hinaus: Bei Global Health in the 21st Century, einem virtuellen Symposium des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts (TPH), wird auch Syngenta vertreten sein, um neuen Herausforderungen und Möglichkeiten im Bereich Public Health zu diskutieren und Einblick in unsere Forschung zu geben.

Aktuelles

Der 25. April ist Welt-Malaria-Tag

Erfahren Sie mehr über das langfristige Engagement von Syngenta im Kampf gegen die Krankheit

Unser Engagement

Syngenta ist Mitglied der Swiss Malaria Group

Syngenta ist Mitglied der Swiss Malaria Group, die Forschungseinrichtungen, öffentliche Institutionen, den Privatsektor und die Zivilgesellschaft zusammenbringt, um das Schweizer Engagement im Kampf gegen Malaria zu erhalten und zu stärken.