So reduzieren wir unseren CO2-Fussabdruck in der Schweiz

Nachhaltigkeit

Am Standort in Kaisten/AG betreibt Syngenta ein Werk zur Herstellung von Wirkstoffkomponenten für Pflanzenschutz. Bei jeder Produktion geht es immer darum, den CO2-Fussabdruck, den Energie- und/oder den Wasserverbrauch kontinuierlich zu reduzieren. Kaisten ist in dieser Hinsicht ein exemplarisch-positives Beispiel.

Alles begann vor ein paar Jahren, als ein selektiv wirkendes Herbizid zur Bekämpfung von Unkraut auf dem Markt eine derartige Nachfrage auslöste, dass in Kaisten die Produktionskapazitäten erweitert werden mussten. Dies war Anlass, Prozesse und Technologien neu zu konzipieren mit dem Ziel den spezifischen Energieverbrauch markant zu reduzieren. Ein Team bestehend aus ProjektingenieurInnen, Prozessentwicklern und dem professionellen Werksteam in Kaisten nahm sich dieser Aufgabe an.

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Verblüffende Lösungsansätze

Zunächst ging es darum, bestehende Produktionsprozesse kritisch zu beleuchten und zu überprüfen. Es ging um Grundsatzfragen: Wo gab es Möglichkeiten zur Einsparung von Energie? Welche Chancen gab es Wärme rückzugewinnen, Abwärme zu nutzen, ungenutzt verpuffende Überschusswärme zu reduzieren oder den Energie- und Wasserverbrauch zu drosseln? Wie könnte ein Mix von Massnahmen zu einer substanziellen Reduktion des CO2-Ausstosses kombiniert werden?

Mit einem Strauss an ausgeklügelten und auch umsetzbaren Ideen kam das interdisziplinäre Team zu verblüffenden Lösungsansätzen. Durch ein neues Design, eine gegenüber der alten Anlage veränderte Konfiguration konnten in der Tat Prozesse zur Wärmerückgewinnung, zur Nutzung von Abwärme in den Produktionsprozess eingebaut werden, was die Notwendigkeit zusätzlich Dampf zu produzieren stark minimiert hat. Neue, energieeffiziente Heizungssysteme reduzierten den Verbrauch von Erdgas deutlich; sparsamere Motoren und Lampen ermöglichten weitere Einsparungen an Energie. Durch effizientere Produktionsprozesse konnten in der Fabrik Spitzen beim Energieverbrauch stark geglättet und betriebliche Abläufe effizienter gestaltet werden.

 

Substanzielle Einsparungen


Die Bilanz der innovativen Ansätze des Teams: Der Energie- und Wasserverbrauch wie auch der CO2-Fussabdruck konnten substanziell reduziert und dadurch auch entsprechend Kosten gespart werden. Der spezifische Verbrauch von Dampf liegt nun um einen Drittel tiefer, was einer Einsparung von über 40 000 Tonnen Dampf entspricht. Für die Umwelt relevante Kennzahl sind das rund 7000 Tonnen CO2, die weniger in die Luft emittiert werden. Dies entspricht einem jährlichen CO2-Fussabdruck von 230 Privathaushalten in der Schweiz.

Durch forcierte Nutzung von Abwärme konnte auch der Verbrauch an Kühlwasser um einen Fünftel gedrosselt werden, was zur Einsparung von rund 300 000 Kubikmeter Wasser führte. Das Prinzip ist einfach: Die überschüssige Wärme aus einer Anlage wird zur Beheizung der nächsten genutzt. So wird überschüssige Wärme abgeführt, was bei den Anlagen weniger Kühlung notwendig macht und dies wiederum reduziert Kosten.

 

Exemplarisches Beispiel

Das Werk Kaisten ist so gesehen ein exemplarisches Beispiel, wie moderne, ressourcenschonende und effiziente Produktionsanlagen von internen Teams bei Syngenta implementiert werden. Und es zeigt auch, dass wir dies ähnlich wissenschaftsgetrieben tun, wie wir auch unser Geschäft betreiben. Wir haben uns global auf allen Ebenen zur Nachhaltigkeit verpflichtet und wollen auf Vergleichsbasis 2016 bis ins Jahr 2030 unseren CO2-Ausstoss um die Hälfte reduzieren, den Wasserverbrauch sowie den Abfall um einen Fünftel vermindern.